Seit über über 10 Jahren laufen sie und haben immer noch Lust.
„So lange ist das schon her, es kommt mir viel kürzer vor“, sagt Ulrike Kawallek, eine Läuferin der ersten Stunde. Mittlerweile läuft sie ihren dritten Marathon und plant noch weitere. Zum Glück hat sie aber auch die Anfänge nicht vergessen: eine Minute gehen, eine Minute langsam joggen, bis die Zeit um war. Am Ende Freude und Staunen, dass es funktionierte und auch noch gut.
Nach und nach verlängerten sich die Laufeinheiten, bald lief sie mit der nächst stärkeren Gruppe. Die Strecke wurde länger, das Tempo schneller und die Freude über die eigene Leistung wuchs. Wie es endete, ist bekannt: 42 km jagen ihr und ihren Mitläuferinnen Frauke, Rita, Josefa, Claudia, und Sabine keine Angst ein. Helene, Ulla und Elsmarie begnügen sich mit 21 km, aber alle zusammen haben beim gemeinsamen Training viel Spaß. Und wenn die Muskeln doch mal übersäuern, ein Knie den problemlosen Dienst verweigert oder eine Erkältung das Training erschwert, ist immer ausreichend Trost zur Stelle.
Die Finisher beim RuhrMarathon 2005 (von links): Ulrike Kawallek, Claudia Gora, Josefa Wittboldt, Ulla Zengerle (Halbmarathon), Helene Welling (Halbmarathon), Rita Hötzel. Nicht auf dem Bild ist Sabine Ritz, die ebenfalls finishte.
„Trotz dieser leistungsstarken Läuferinnen steht beim Frauenlauftreff die Freude an der Bewegung in frischer Luft an erster Stelle“, sagt Anke Brauckmann, Gründerin des Frauenlauftreffs. „Nach wie vor ist mein Ziel, dass Anfängerinnen gerne wieder kommen und nicht beim ersten Training überfordert werden. Wenn der innere Schweinehund erst einmal überwunden ist und die Frauen wissen, was sie leisten können, ist die größte Hürde genommen. Wichtig ist eine flexible Gruppeneinteilung und Betreuung für die ersten Schritte, danach geht alles wie von selbst“, ergänzt sie.
Maria, auch eine Läuferin der allerersten Stunde, lässt fast keinen Montag ausfallen. Sie schätzt besonders den gegenseitigen Austausch der Frauen ihrer Laufgruppe. „Es ist entspannend und schafft gute Laune, sich mit den Frauen während eines Laufes zu unterhalten, ganz ohne Leistungsdruck“, outet sie sich als Genussläuferin. Petra, Doris, Dagmar und Sylvie freuen sich jeden Montag, sich und ihren Körpern etwas Gutes zu tun. Mira, mit 12 Jahren die jüngste Teilnehmerin kam mit Sabine am 04. April zum ersten Training. „Es hat viel Spaß gemacht, und ich wusste gar nicht, dass ich so gut drauf bin“, sagte Mira und versichert, gerne wieder zu kommen. Überhaupt ist die Altersspanne zwischen 12 und 65 Jahren recht groß, und dadurch werden Akzeptanz und Toleranz mehr und mehr gefördert. Viele der Frauen verabreden sich unter der Woche zu einem zweiten Lauftermin, mittlerweile hat sich auch eine Walking-Gruppe angeschlossen, die jedoch ohne fachkundige Anleitung den Dorneywald genießen.
Das jährliche Gartenfest in Herbede, ein Wandertag und ein gemeinsames Essen vervollständigen über das Jahr gesehen die Aktivitäten des Frauenlauftreffs.
Einige Frauen kommen nur sporadisch, um sich für einen Firmenlauf, Zwiebellauf o. ä. fit zu machen, einige können berufsbedingt nicht jeden Montag kommen, andere laufen nur im Sommer, aber immer sind zahlreiche Frauen montags um 18 Uhr am Treffpunkt versammelt.
Der Treffpunkt variiert nach Jahreszeit:
Im Sommer Dorneystr. / Ecke Stockumer Heide. ![]()
Im Winter auf dem Parkplatz, Herdecker Straße in Annen, schräg gegenüber der P-Zufahrt der Sparkasse, da auf dem Rheinischen Esel gelaufen wird
Trainingsstrecke ist der Dorneywald, der gerade im Frühling besonders reizvoll ist und mit dem weiß blühenden Teppich von Buschwindröschen , dem würzigen Duft von Bärlauch und dem Zwitschern der Vögel alle Sinne anspricht, und ganz nebenbei findet sich hier ein wunderbarer Laufkurs, zu dem alle Anfängerinnen ganz herzlich eingeladen sind.
Anke Brauckmann
Leiterin des Frauen-Lauftreffs
An der Schlinke 14
58454 Witten
Tel.: 0 23 02 / 69 60 25 (AB)
ankebrauckmann(at)versanet.de
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